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Kinderzeit Bremen 05/06 2022

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Familienmagazin für die Region Bremen, Ausgabe Mai/Juni 2022

Gärtnern Viele denken

Gärtnern Viele denken ja, Rhabarber sei Obst. Tatsächlich ist Rhabarber ein Gemüse, genauer: eine Gebirgspflanze, die zum Beispiel im Himalaya und in Zentralchina wächst und erst im 19. Jahrhundert nach Europa kam. Im Frühsommer schmeckt er besonders gut, und auch kleine Kinder dürfen Rhabarber essen. Wegen der Säure sollte er aber ein wenig gesüßt werden. Besonders lecker wird Rhabarber mit Pudding oder Grießbrei. Die Kombination mit Milchprodukten ist deshalb prima, weil sie die Oxalsäure im Rhabarber neutralisieren. Rhabarber ist kalorienarm und enthält viel gesundes Vitamin C. Super Nachtisch-Gemüse Einfach lecker: Rhabarber-Kompott Ihr braucht: • 2 – 3 Stangen Rhabarber • 1/2 Packung Vanillezucker • etwas Zucker (nach Geschmack) • ca. 1 TL Maisstärke Die Zubereitung: dauert nur so etwa 5 bis 6 Minuten! Den Rhabarber gut waschen, nach Bedarf schälen. Dann wird der Rhabarber in dicke Scheiben geschnitten. Am besten so daumendick. In das köchelnde Wasser auf dem Herd kommt der Vanillezucker. Dann die Rhabarberstücke ins Was- ser geben und kochen lassen, bis der Rhabarber weich ist. Das dauert nicht lange. Mit etwas Maisstärke wird alles angedickt und mit Zucker gesüßt. Zum Schluss gut abschmecken. Buchtipp Gefunden haben wir dieses Rezept im Buch „Poolah und das Rhabarber-Kompott“, in dem sich die fünf Freunde Ping, Hops, Gru-Gru, Polaah und Mampf auf die Suche nach den Zutaten für das perfekte Rhabarber- Kompott machen. Ein tolles Buch zum Thema Gärtnern und Kochen – und über Freundschaft! Michael Engler (Autor), Joëlle Tourlonias (Illustratorin), 360 Grad Verlag, März 2022, ISBN 978-3-96185-538-4, ab 5 Jahre Beim Streifzug durch Wiesen, Felder oder den Garten finden sich immer viele schöne Blüten und Kräuter zum Sammeln. Man kann sie zwischen Buchseiten trocknen und beschriften - oder etwas daraus basteln. Zum Beispiel diesen Traumfänger, der im Fenster nicht nur großartig aussieht und duftet, sondern als Wächter auch nur die guten Träume hineinlässt. Ihr braucht: • gesammelte Kräuter und Blüten • einen frischen, biegsamen Zweig einer Weide, • Haselnuss oder Hainbuche • Paketband oder eine ähnliche stabile Schnur • schmale Bänder, Schleifen oder Borten Wilder Traumfänger So wird’s gemacht: 1. Aus dem Zweig einen Reifen in der gewünschten Größe biegen. Dabei können auch mehrere Kreise mehr oder weniger ordentlich übereinandergelegt werden. 2. Die Schnur fest um die Enden wickeln, um den Reifen zu fixieren. Am besten viele Überkreuzungen wickeln. 3. Anschließend die Kräuter einfädeln. Der Ring kann auch auf Spaziergängen mitgenommen und immer wieder ergänzt oder aufgefrischt werden. 4. Damit ein echter Traumfänger aus dem Kräuterring wird, werden jetzt noch die Bänder und Schleifen angeknotet. Ins Fenster oder übers Bett gehängt soll er vor bösen Geistern schützen und gute Träume bringen. Buchtipp Das Mitmachbuch von Bloggerin Anja Fischer (gaensebluemchensonnenschein.com) eröffnet Kindern und Eltern die ganze Welt der Kräuter mit leckeren Rezepten und Bastelanleitungen, dazu gibt es Platz für die eigene Sammlung und praktische Tipps zum Trocknen und Verarbeiten. „Meine wilden Kräuterfreunde“, Anja Fischer (Autorin), Christina Wasenegger (Illustratorin), Servus Verlag, April 2022, ISBN 978-3-7104- 0315-6, 16 Euro, für Kinder und Eltern Du liebst Deinen Job, aber hast noch nicht den passenden Arbeitgeber gefunden? Dann komm zu uns - wir suchen: Gesundheits- und Krankenoder Altenpfleger (m/w) vacances ist im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen und pflegerischen Versorgung einer der größten Arbeitgeber in Bremen. Unser Unternehmen wächst im Zukunftsmarkt Pflege – wachs mit uns! Mehr Infos unter: www.vacances.de/jobs Richte Deine Bewerbung an vacances, Hollerallee 13, 28209 Bremen oder an bewerbung@vacances.de 28 kinderzeit-bremen.de

Kolumne „grüner Leben“ Selbstversorgung Buchtipps Holger Müller findet, dass selbst auf dem kleinsten Balkon Platz ist für etwas leckeres Grün. Seitdem Deutschland die Regale leergekauft hat, also die mit Mehl und Hefe, sind wir gefühlt alle zu Bäcker:innen geworden. Bei uns zu Hause wird schon viel länger selbst gebacken, war also nichts Neues. Neu war, dass die Nachbarin uns ein Glas Sauerteig vermacht hat. Dieses Austauschen und Weitergeben von Teig, Tipps und Rezepten hat uns gut gefallen. Es vereint Grundideen der Nachhaltigkeit und der Sozialität – etwas zu teilen. In beiderlei Wortsinn: etwas Dingliches weitergeben und Interessen und Ideen gemeinsam haben. Es war ja mehr Zeit als sonst. Aber ebenso ein guter Stupser, sich mehr Zeit dafür zu nehmen, auch wenn jetzt die so genannte Normalität wieder Einzug hält. Die nächste Stufe, nach dem Backen, ist bei uns jetzt das Gemüse auf Balkon und Fensterbrett. Zum Pflanzen ist es nicht zu spät. Die Samenpäckchen sind für einen normalen Haushalt mehr als ausreichend. Zudem kommt aus jedem Samen ein Pflänzchen, wir pflanzen immer zu viel, die können wieder verschenkt oder getauscht werden. Und dabei wird neben Saatgut und Pflänzchen natürlich auch Know-how ausgetauscht. Das Gute dabei ist: Es gibt immer Frisches. Wir mögen das Konzept, einfach auf den Balkon (sehr klein) zu gehen und etwas Rucola oder Pflücksalat zu holen. Und wenn gerade niemand Bock auf Grünzeug hat – das wächst lustig weiter und gammelt nicht im Kühlschrank vor sich hin. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft werden in Deutschland 52 Prozent der Lebensmittelabfälle in Privathaushalten verursacht, pro Kopf 75 Kilogramm im Jahr. Holger Müller lebt mit Frau und Töchtern in Köln. Als Familie versuchen sie, das komplexe Thema Nachhaltigkeit in ihrem Alltag zu leben. Holger arbeitet als Qualitätsmanager an einer Hochschule und lehrt an der Universität Duisburg-Essen, wie Nachhaltigkeit und Zukunft zu gestalten sind. Mal innehalten: 1,4 Kilogramm in der Woche, pro Kopf. Das sind auch die, die so klein sind, dass sie weder einkaufen können noch an den Mülleimer kommen. Ach so, für die Kids ist der Selbstanbau auch eine klasse Sache. Jeden Tag tut sich was, und nebenbei bekommen alle mit, wie die Natur so tickt. Dass es am Anfang Geduld kostet, die aber belohnt wird. Tipps für den kleinen Balkongarten findet ihr zum Beispiel beim NABU auf nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ oekologisch-leben/ Auf ins Beet! 30 wilde Gartenideen für Radieschenräuber und Bienenretter Das Bio-Gartenbuch lockt Kinder ab 6 Jahren mit 30 Projektideen vor die Tür und in den Garten. Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigen, wie man Gemüse und Obst pflanzt, einen Krötenunterschlupf baut, Pflanzen in Eierschalen zieht oder nachhaltige Selbstversorgertöpfe aus Plastikflaschen baut. DK Verlag, ISBN 978-3-8310-4126-8, 16, 95 ¤ Green Parenting: Wie man Kinder großzieht, die Welt rettet und dabei nicht verrückt wird Die Autorin und Mutter zweier Kinder berichtet humorvoll und informativ aus ihrem grünen Familienleben rund um Schmetterlingsgärten und Kindergeburtstage ohne Müllberge und ohne perfekt zu sein. Kate Blincoe geht es darum „Dinge auszuprobieren und zu spüren, wie gut es tut, die Welt ein klein bisschen besser zu machen“ Oekom Verlag, ISBN 978-3865817785, 16 ¤ Gartenjahr für Einsteiger. Schritt für Schritt zum grünen Paradies Auf das Timing kommt es an: Welche Arbeiten wann im Zier- oder Nutzgarten anstehen, verrät Joachim Mayer, dazu Handgriffe und Techniken nach Monaten im übersichtlichen Kalender sortiert. Mit über 100 Fotos der wichtigsten Gartenpflanzen ein praktisches Nachschlagewerk für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Gräfe & Unzer, ISBN 978-3-8338-3946-7, 9,99 ¤ RAUM HELDENFÜR 29

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