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Kinderzeit Bremen 09/10 2020

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Familienmagazin für die Region Bremen, Ausgabe September-Oktober 2020

Kinderspiele ©

Kinderspiele © dolgachov-123rf-com Was spielen wir heute? Alte und neue Spiele für drinnen und drauSSen Ein, zwei, drei … Ochs am Berg Mitspielerïnnen: Mindestens 3, je mehr, desto turbulenter Alter: Ab 4 Jahre Ein sehr lebendiges Spiel, das man am besten draußen oder in einer Turnhalle spielt. Es braucht eine Start- und eine Ziellinie, zum Beispiel eine Mauer, eine große Matte oder Kreidelinien. Alle Kinder stellen sich an der Startlinie auf und versuchen so schnell wie möglich zum Ziel zu laufen. Ein Kind ist der Ochs, es steht mit dem Rücken zu den anderen an der Mauer und ruft den magischen Spruch „Ein, zwei, drei, Ochs am Berg“ – mal ganz schnell, mal ganz gedehnt. Solange er ruft, rennen alle Kinder Richtung Ziellinie. Bei dem Wort „Berg“ bleiben alle unbeweglich stehen. Jede/r, der sich noch rührt, wird vom Ochsen auf die Startposition zurückgeschickt. Sobald eine/r den Ochsen erreicht hat, ist das Spiel zu Ende und der Gewinner oder die Gewinnerin ist der nächste Ochse. Dieses Spiel wurde übrigens bereits in den 1950er Jahren gespielt, gern auf der Straße von einer Häuserwand zur nächsten ... Vielleicht findet sich ja auch heute noch eine kleine Straße, in der wenig Autos unterwegs sind! Heute reisen wir nach … Mitspielerïnnen: Alle Familienmitglieder und gern auch Freundinnen und Freunde Alter: Ab Kindergartenalter Warum nicht einmal eine Fantasiereise in das Lieblingsurlaubsland machen? Dafür wird ein Zimmer komplett umdekoriert mit Papier, leeren Klopapier-Papprollen, mit Pappe, Kissen, Decken, Seilen oder Bändern. Wer Lust hat, verkleidet sich und bereitet ein spezielles landestypisches Essen vor, das dann auf einer Decke auf dem Wohnzimmerfußboden gemeinsam gegessen wird. Vielleicht wird auch noch die Sprache gewechselt, es muss ja kein perfektes Englisch oder Französisch sein, es reicht auch schon, so zu tun als ob... Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser? Mitspielerïnnen: Mindestens 5. Alter: Ab Kindergartenalter Dieses Lauf-und-Fang-Spiel kennen einige Eltern vielleicht noch aus der eigenen Kindheit. Es braucht zwei Markierungslinien, zum Beispiel Kreidestriche auf der Straße oder lange Stöcke auf der Wiese. Auf der einen Seite steht ein Kind, das als Fischer ausgewählt wurde, auf der anderen die Fische (die Kinder). Nun rufen die Kinder „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Der Fischer ruft zum Beispiel „20 Meter tief“. Die Kinder: „Wie kommen wir da rüber“. Der Fischer denkt sich eine Bewegungsart aus und ruft zum Beispiel: „Auf einem Bein hüpfen“ und alle hüpfen los und versuchen, so schnell wie möglich die Ziellinie zu erreichen. Der Fischer hüpft ebenfalls und versucht durch „abschlagen“ möglichst viele Fische (Kinder) zu fangen. Alle gefangenen Fische gehen mit dem Fischer hinter die Startlinie. Alle, die bei der Ziellinie angekommen sind, beobachten die nächste Runde und feuern ihre „Fischfreunde“ an. So geht es immer weiter, bis das letzte Kind gefangen wurde – das ist dann der nächste Fischer. Das kotzende Känguru (auch genannt: Toasterspiel) Mitspielerïnnen: Ab 7 Personen (mind. 2 Gruppen à 3 Personen + 1 Spielleiterïn) Alter: Ab circa 8 Jahre Dieses schnelle Bewegungs- und Reaktionsspiel bringt wirklich jeden zum Lachen! Alle Mitspielenden stellen sich in einem Kreis auf, immer drei Spielerïnnen gehören als Gruppe zusammen. Eine Person steht in der Mitte und nennt eine Figur, wie zum Beispiel „Toaster“ und zeigt auf eine Gruppe. Die muss jetzt den Toaster spielen, das heißt, einer hüpft auf und ab, während die Personen links und rechts 6 kinderzeit-bremen.de

Tipps für weitere Spielideen: vom „Toaster“ den „Toast“ (also die jugendecho.de/spielesammlung hüpfende Person) labbe.de/spielotti mit den Armen umschließen – es soll ja kinderspiele-welt.de/alte-spiele schließlich so aussehen, wie ein Toaster. Hat jemand einen Fehler gemacht, wechselt er oder sie in die Mitte und denkt sich einen neuen Begriff aus. Die Figuren können beliebig zusammengestellt werden, wichtig ist nur, dass alle zu Beginn einmal erklärt/gezeigt werden. Oft verwendet wird die Figur „James Bond“: Die Person in der Mitte formt die Hände zur Pistole, die beiden anderen knien nieder und hauchen „Oh, James!“ oder „Das kotzende Känguru“: Eine/r steht in der Mitte und formt mit den Armen einen Kreis (Beutel des Kängurus), die beiden Spielerïnnen links und rechts tun so, als würden sie in den Beutel spucken. Macht einer einen Fehler, muss er in die Kreismitte. Unter spielewiki.org/wiki/Toasterspiel gibt es jede Menge weiterer Spielfiguren mit der jeweiligen Erklärung. Murmelspiele Mitspielerïnnen: Ab 2 Personen Alter: Ab Kindergartenalter Mit Murmeln haben bereits unsere Großeltern gespielt und sogar unsere Ur-Urahnen hatten Spaß an den bunten Glaskugeln! Und natürlich gibt es zahlreiche Regeln. Die einfachste: Triff das Loch. Dafür braucht man viele bunte Glasmurmeln und einen möglichst ebenen Untergrund. Jede Spielerin/jeder Spieler bekommt 10 Murmeln und jetzt wird entweder ein circa faustgroßes Loch gebuddelt oder ein Kreis mit Kreide auf die Straße gemalt. Die Spieler sind ungefähr fünf bis acht Schritte von der Mulde entfernt und versuchen so viel Murmeln wie möglich ins Loch zu treffen. Wer alle Kugeln ins Loch trifft, hat gewonnen. Varianten Murmelboule: Diese Variante erinnert ein wenig an das französische Boule-Spiel. Es wird eine Murmel geworfen und die Spieler müssen mit ihren weiteren Kugeln möglichst nah an diese Murmel herankommen. Dabei darf man auch andere Kugeln wegkicken. Und eine weitere Variante ist das Murmelbillard: Wer Lust hat, „buddelt“ sich im Sand ein Spielfeld mit vier Mulden (an jedem Ende eine). Dann müssen die Murmeln mit den Fingern oder vielleicht auch mit Stöcken von der Mitte aus in die Mulden gekickt werden. Jede Spielerin oder jeder Spieler darf jeweils nur einmal kicken. Wer zuerst alle Murmeln in den Mulden hat, hat gewonnen. Murmeln in den Kasten: In die Längsseite eines Schuhkartons werden fünf verschieden große Löcher geschnitten und in diese Löcher sollen die Murmeln gekickt werden. Jede Lochgröße bekommt eine bestimmte Punktzahl – je kleiner, desto mehr Punkte gibt es. In zwei Mannschaften muss eine bestimmt Anzahl Murmeln in einer bestimmten Zeit in die Löcher gerollt werden – wer die meisten Punkte hat, hat gewonnen. Kurze Spiele für zwischendurch Und last but not least ein paar superkurze schnelle Spiele für Zwischendurch (entnommen aus dem Buch: Das andere Spielebuch. 365 Spiele für jeden Tag von André Gatzke, erschienen bei Beltz & Gelberg 2016). Liedergurgeln: Schnappt euch ein Glas Wasser, trinkt einen Schluck und gurgelt ein Lied, ohne das Wasser zu verschlucken. Die Mitspielerïnnen müssen das Lied erraten, der Gewinner/die Gewinnerin kommt als nächstes dran. Synchronsprechen: Verstecke dich hinter deiner Mutter (deinem Vater, deinem Freund, deiner Schwester...) und lass sie immer dann den Mund öffnen, wenn du die Hand drückst. Du sprichst, sie macht die Mundbewegungen. Jetzt kannst du sie alles sagen lassen, was du möchtest. Wie wäre es mit „Heute dürft ihr so viel Schokolade essen, wie ihr könnt!“ Flaschenhals: Bei diesem Spiel ist einiges an Geduld gefragt. Stellt einfach eine leere Flasche auf den Boden und bindet einen Stift an ein Paketband. Nun stellt euch auf einen Stuhl und versucht den Stift in die Flasche zu bekommen! Lässt sich auch gut mit zwei oder mehreren Spielerïnnen als Wettbewerb veranstalten. „Ein sonnig- lebensbejahender und wunderschön erzählter Film“ FBW Prädikat besonders wertvoll Suse Lübker www.tess-derfilm.de C/tess.derfilm /tess.derfilm Ab 3. September im Kino City 46 2020-08-03_TESS_Anzeige_DRUCK_Kinderzeit/Bremen.indd 1 03.08.20 10:03 7

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