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Kinderzeit Bremen 09/10 2021

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Familienmagazin für die Region Bremen, Ausgabe September/Oktober 2021

Buchtipps Magische

Buchtipps Magische Momente Alle Menschen begegnen früher oder später dem Tod, aber darüber zu sprechen fällt schwer. Gut, dass es Bücher gibt, die so empathisch mit dem Thema umgehen, wie dieses für Leser:innen ab 10 Jahren: Schon das glitzernde Cover verweist auf eine bezaubernde Geschichte. Waisenjunge Florin muss ganz allein den Tod seiner Zieh-Oma verkraften,bis er eine neue Familie findet. Und einemunsterblichen Nashorn begegnet… Für Lesemuffel und Kinder, die gerne tief in Erzählungen eintauchen, oder Erwachsene, die die Welt zwischendurch gerne mit Kinderaugen betrachten, beweist die Geschichte, dass jedes Ende auch ein Anfang ist, in dem ein Zauber liegen kann. Dorothea Flechsig: „Das unsterbliche Nashorn“, Glückschuh Verlag, Illustration: Katrin Inzinger, 2021, ISBN 978-3-943030-78-5, 148 Seiten, 12,95 Euro, Hardcover, ab 10 Jahren. Begleiter durch die Grundschulzeit Mit seinen 326 Seiten und 26 Kapiteln ist dieses „Familienhandbuch“ eine echte Enzyklopädie der Grundschulzeit. Und so muss man das riesige Nachschlagewerk inklusive Interviews und weiterführenden Informationsangeboten auch gar nicht von Anfang bis Ende durchlesen, man kann auch im Register nach Schlagworten wie „ADHS“, „Alphabetische Phase“, „Einschulungsfeier“, „Fernsehzeiten“, „Kohärenzsinn“ oder „Patchworkfamilie“ suchen und findet den passenden Rat für praktisch jede Frage. Ob Elternversammlungen oder Onlineberatungen, Prüfungsangst oder Religionsunterricht: ausnahmslos von wissenschaftlichen Fachkräften und Quellen zusammengetragen, begleitet und berät das Buch alle Eltern von (angehenden) Schulkindern vom letzten Kindergartenjahr bis zur weiterführenden Schule durch eine der wichtigsten Phasen der Kindheit. „Mein Schulkind“, Michael Leicht und Annette Miller (Autor:innen), Stiftung Warentest, ISBN 978-3-7471- 0199-5, 24,90 Euro, test.de/schulkind Wer macht das auch mit links? Manchmal ist es ganz offensichtlich. Wenn schon Babys mit der linken Hand an Mamas Haaren ziehen, ihren linken Zeigefinger in Papas Auge bohren oder mit links den Schnuller in den Mund stecken, ist den Eltern klar: Wir haben ein linkshändiges Kind. Manchmal ist es aber nicht so deutlich, und Kinder, die eigentlich ihre „starke Hand“ auf der linken Seite haben, lernen, die rechte zu benutzen. Zu welchen Knoten im Gehirn das führen kann, welche Schwierigkeiten linkshändische Menschen haben, aber auch welche Hilfen und Alltagshelferlein es gibt, haben Dagmar Geisler und Stephanie Gerharz in ihrem Bilderbuch zur emotionalen Entwicklung ab 5 Jahren zusammengetragen. Berühmte Linkshänder:innen der Weltgeschichte, ein Test zum Erkennen von Linkshändigkeit und Tipps zur Rückschulung machen das Buch nicht nur unterhaltsam sondern richtig wertvoll. Für erkannte Linkshänder:innen und alle, die es noch nicht wissen, aber auch für Erzieher:innen und Verwandte. „Ich mache alles mit links!“, Stephanie Gerharz& Dagmar Geisler, Loewe Verlag 2021, 36 Seiten, Hardcover, 9,95 €, 978-3-7432-0904-6, für Eltern und Kinder ab 5 Jahre Glück auf Papas Schultern Heute war der schönste Tag in meinem Leben. Heute ist Onno gestorben.“ Das mit dem Huckepack-Bilderbuchpreis 2021 ausgezeichnete Werk schildert aus der Sicht des Kindes den Tag, an dem sein Fisch gestorben ist. Obwohl das natürlich traurig ist, gibt es auch einen glücklichen Effekt. Papa zeigt nämlich normalerweise nicht so gerne seine Gefühle. Als er aber beim Anblick des leeren Aquariums in Tränen ausbricht, nimmt er sein Kind zum ersten Mal in den Arm. Und das ist so schön, dass das Kind extra „ungefähr bis 463-Tausendmillionen“ zählt und weiter weint, nur um den Moment möglichst lange zu genießen. Die kindliche Erzählweise braucht nur wenige Worte, um zusammen mit den schönen Aquarellzeichnungen Gänsehaut und Glücksmomente spürbar zu machen. Bei Kindern wie Erwachsenen. „Ein eiskalter Fisch“, Frauke Angel (Autorin), Elisabeth Kihßl (Illustration), Tyrolia Verlag, 2020, 26 Seiten, 16,95 (gebundene Ausgabe), ISBN 978-3-7022-3842-1, 4 bis 6 Jahre 14 kinderzeit-bremen.de

Kolumne Wie wichtig ist die elterliche Sorge – und was passiert bei einer Trennung? Es gibt viele Paare, die nicht verheiratet sind, gemeinsame Kinder haben und sich keine Gedanken über das Sorgerecht machen. Sie betreuen die Kinder gemeinsam und entscheiden auch in allen Angelegenheiten gemeinsam. Problematisch ist es aber dann, wenn es zu einer Trennung kommt und der Kindesvater nicht das gemeinsame Sorgerecht hat. Denn nur verheiratete Eltern haben bei der Geburt des Kindes automatisch das gemeinsame Sorgerecht. Bei Paaren, die nicht miteinander verheiratet sind, hat nach der Geburt des Kindes automatisch die Kindesmutter das Sorgerecht und der Kindesvater hat keines, wenn nicht gemeinsam beim Jugendamt oder Notar eine gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben wurde. Im Falle der Trennung merken manche Väter erst sehr spät, was für gravierende Folgen es für sie hat, wenn sie nicht das gemeinsame Sorgerecht haben. Die Kindesmutter kann dann nämlich auch ohne Zustimmung des Kindesvaters umziehen und über alle wichtigen Belange des Kindes, wie zum Beispiel Kindergartenwahl, Schulwahl, Religion, Impfentscheidung und andere gesundheitliche Belange, allein entscheiden und braucht ihn nicht um Zustimmung zu bitten. In meiner familienrechtlichen Praxis kommt es häufig vor, dass die Väter sich gar nicht bewusst sind, dass sie bei einer Trennung nur ein Umgangsrecht mit dem Kind, aber sonst keine Mitbestimmungsrechte über die Belange der Kinder haben. Empfehlung für nicht verheiratete Eltern Daher ist meine Empfehlung für nicht verheiratete Eltern, die gemeinsam Kinder erziehen, dass sie schon vor oder kurz nach der Geburt die gemeinsame Sorgeerklärung beim Jugendamt abgeben. Sofern die Kindesmutter damit nicht einverstanden ist, gibt es die Möglichkeit eines rechtlichen Antrages auf Übertragung des gemeinsamen Sorgerechts beim Familiengericht. Dr. Alexandra Kasten ist Fachanwältin für Familienrecht und veröffentlicht in der Kinderzeit Bremen regelmäßig ihre Kolumne zu relevanten und aktuellen Themen des Familienrechts. Ihre Bremer Kanzlei ist auf Familien- und Erbrecht spezialisiert. Die gemeinsame Sorgeerklärung führt dann dazu, dass der Kindesvater die gleichen Rechte wie die Kindesmutter hat, dass über alle wichtigen Entscheidungen Einverständnis zwischen den Eltern bestehen muss und dass nicht ein Elternteil ohne die Zustimmung des anderen Elternteils umziehen darf. Wenn eine Trennung der Eltern bereits besteht, ist es schwieriger für den Kindesvater die gemeinsame elterliche Sorge zu beantragen, da beispielsweise ein Grund für die Versagung der gemeinsamen elterlichen Sorge eine Hochstrittigkeit der Eltern sein kann. Es können also langwierige Gerichtsverfahren vermieden werden, wenn schon vor oder kurz nach der Geburt die Eltern die gemeinsame Sorgeerklärung beim Jugendamt abgeben. Du liebst Deinen Job, aber hast noch nicht den passenden Arbeitgeber gefunden? Dann komm zu uns - wir suchen: Gesundheits- und Krankenoder Altenpfleger (m/w) vacances ist im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen und pflegerischen Versorgung einer der größten Arbeitgeber in Bremen. Unser Unternehmen wächst im Zukunftsmarkt Pflege – wachs mit uns! Mehr Infos unter: www.vacances.de/jobs Richte Deine Bewerbung an vacances, Hollerallee 13, 28209 Bremen oder an bewerbung@vacances.de 15

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